Rezension: Der Eee PC. Das Handbuch

 

Die ständig wachsende Eee PC Gemeinde darf sich auf einen interessanten Schmöker freuen. Er hört auf den Namen Der Eee PC. Das Handbuch und wurde von Günter Born verfasst.
„Ein Handbuch für den Eee PC? Da war doch ab Werk schon eins dabei!“ könnte eure Reaktion sein. Warum und für Wen sich der Kauf eines weiteren Eee PC Handbuchs (trotzdem) lohnt, ist im Folgenden beschrieben.

Fakten

Der Eee PC. Das Handbuch ist die neueste Publikation von Günter Born, einem der rennomiertesten IT-Autoren Deutschlands mit rund 200 veröffentlichten Büchern von “WLAN, DSL & Co.” bis hin zu ” Computer easy. Alles rund um den PC. Leicht, klar, sofort“.

Das rezensierte Buch beschreibt sich selbst wie folgt

Ein Handbuch zu allem, was man mit dem Eee-PC machen will und kann. Windows-Anwender bekommen hier alle nötigen Infos zu Linux, dem EeePC-Betriebssystem.
Außerdem gibt es eine profunde Einführung in alle Programme (OpenOffice.org., Browser, E-Mail-Client, Skype, Foto-, Musik-, Videowiedergabe und – verwaltung etc.) und alles zur Druckereinrichtung und Vernetzung.
Last but not least, das in allen Foren zum EeePc besonders beliebte Thema: Erweiterungen des EeePC durch externe Geräte und Zusatzsoftware.

Der Eee PC. Das Handbuch umfasst 480 Seiten und ist ab März 2008 zum Preis von EUR 19,95 im Buchhandel (oder versandkostenfrei bei amazon.de) erhältlich.
Günter Born stellte uns in Zusammenarbeit mit dem Verlag Markt & Technik einen Vorab-Druck zur Verfügung. Vielen Dank!

Rezension

Das Buch startet mit einer Einführung zu Inhalt und Strktur. Da hätten wir zum Beispiel die Tatsache, dass Randbemerkungen mit Symbolen aus dem Easy Mode des Eee PC hervorgehoben werden(im Konkreten die Symbole „Dokumente“ für Hinweise, „Wissenschaft“ für Tipps und ironischer Weise „Sofort herunterfahren“ für „Achtung jetzt kommt etwas, das Probleme bereiten könnte“. Eine nette Idee, die einem sofort mitteilt „Hier hat man es mit Eee PC Material zu tun“ und das Buch auch optisch aufwertet.

Es folgt das unvermeidliche Kapitel über die verbaute Hardware und alle vorhandenen Anschlüsse plus eine kurze Einführung über die Inbetriebnahme und die Arbeitsoberfläche, wie wir es aus dem Asus Handbuch kennen.

Das nächste Kapitel dreht sich um sinnvolle Speichermedien, die Ordnerstruktur und die vorhandenen Dateitypen. Hierbei besonders hervorzuheben ist der Teil zur Linux-Dateiverwaltung, welcher selbst dem größten Linux-Feind und/oder –neuling einen Einblick gibt, wie die Verzeichnisstruktur und die einzelnen Dateien angelegt sind.
Ein kurzer Überblick der Konsole und deren Kommandos (mit Beschreibung des „su“ bzw. „sudo“ Kommandos und desen Funktionen) ist hier ebenfalls zu finden.

Nun, da die gröbsten Theoriefragen geklärt sind, geht es an die Praxis, sprich: Es geht um die vorinstallierten Programme, beginnend mit den Lernprogrammen und deren Funktion, sowie um deren Benutzung. Alles sehr ausführlich und verständlich.
Weiter geht es mit den Spielen, die auch kurz auf ihre Funktion und Bedienbarkeit getestet sind. Auch gut und schön und für den totalen Computerneuling sicherlich sehr hilfreich.

Das Folgende behandelt die Multimediafunktionen des Winzlings. Hier werden ausführlich und bebildert die einzelnen Programme anhand praktischer Beispiele erklärt. Wie bekomme ich ein Foto auf den Eee PC? Wie bearbeite ich dieses? Womit spiele ich MP3s und Videos ab, und: Wie verwalte ich diese? Wie nehme ich Fotos und Ton bzw. Videos mit dem Eee PC auf und was kann ich dann damit anfangen?
Jedes Programm wird hierdurch in seiner vollen Funktionsfähigkeit erläutert.

Im nächsten Punkt geht es um die Internet und eMail Funktionen sowie den PIM (Personal Information Manager). Es werden Schritt für Schritt vermeintlich einfache Tätigkeiten wie die Erstellung einer Internetverbindung erklärt und auch ein Einblick in Fragestellungen wie „Sicheres Surfen im Internet“ ,den Download von FTP-Servern oder die Einfügung von Add-Ons in Firefox gegeben.
Thunderbird wird in diesem Zuge natürlich auch vollens erklärt.
Der PIM, welcher wohl am ehesten zum FiloFax Format des Eee passtm wird eingeführt und die Arbeit damit wird wohl für jeden, der dieses Kapitel gelesen, hat zum Kinderspiel werden. Grund: Selbst Funktionen wie der Kalender oder das Journal sind erklärt.

Das größte Kapitel des Buches (150 Seiten stark) widmet Born dem OpenOffice.org Paket. Für alle unter euch, die vom Microsoft Pendant auf OpenOffice umsteigen bzw. gestiegen sind, ist das eine gelungene Hilfe.
Aber auch für den Computerneuling, der sich überhaupt nicht mit der Materie auskennt, wird ein (mehr als) ausführlicher Einstieg mit allem drum und dran geboten. Von Formatierungen, Formatvorlagen, Tabellen und Wordart/Fontwork im Writer, über Tabellenkalkulation inklusive Formelfunktionen und AutoFormat in Calc bis hin zu Präsentationen und Datenbanken mit Impress bzw. Base bleiben keine Fragen offen.
Alles in allem ein kleines OpenOffice Buch im Eee PC Buch (da hat doch jemand mal so eins veröffentlicht…..achja, der gute Herr Born selbst war’s ;) ).

Weiterhin geht der Autor auf die Konfigurationsmöglichkeiten der Peripheriegeräte ein, z.B. das Anschließen und Einrichten eines handelsüblichen Druckers oder das Einrichten einer LAN bzw. WLAN Verbindung. Auch das ist alles nahtlos erklärt.
Ein kurzes aber prägnantes Kapitel zu den Funktionen Anti-Virus, Sprachbefehl, Asus-Updater, Taskmanager sowie den Favoriten ist ebenfalls angehangen.

Das nächste und letzte Kapitel führt irreführender Weise den Titel „Modding des Eee PC“. Es ist nicht auf das was man „regulär“ unter Modding versteht, ausgelegt (also packt den Lötkolben schnell wieder ein, Leute).

Lasermäuse

Vielmehr ist es eine Übersicht über die Möglichkeiten des Eee PC. Der Anschluss von externer Tastatur und Maus, einem externen Monitor, externen Laufwerken und Festplatten, KFZ-Adapter, Bluetooth sowie USB-Hubs und Lautsprechern wird prägnant erläutert.
Im zweiten Abschnitt setzt sich Born mit „Software-Modding“ auseinander und erklärt z.B. die Erweiterung der Paketquellen (zwei gute Tutorials dafür findet ihr auf dieser Seite), die Aktivierung des Full-Desktop Modus sowie die Installation von Software und damit verbundene Risiken.
Im letzten Abschnitt dieses Kapitel dann noch einmal weiterführendes Modding zum Betriebssystem. Wie man ein alternatives Betriebssystem installiert und bootet, wie man den GRUB anpasst oder eine virtuelle Maschine des Eee PC auf seinem Heimrechner anlegt. Nach dem Motto: „Learning by doing“ wird jede einzelne in die Konsole eingegebene Zeile Code erklärt. Super!

Abschliessend finden sich noch eine Liste nützlicher Linux-Befehle und deren Funktion (cp, rem, ls. cd etc.), Weblinks zum Thema, ein Register mit dem Titel „Wie geht das?“ (zum schnellen Nachschlagen von Informationen in Frage- bzw. Problemstellungen formuliert. Bsp.: „xxx funktioniert nicht!“ „Wie bekomme ich xxx ans Laufen?“) sowie ein alphabetisch sortiertes klassisches Register.

Fazit

Mit diesem Buch wird selbst der unerfahrenste Computer- oder Linux-Neuling gut in die Materie von Linux im Allgemeinen und des Eee PC im Besonderen eingeführt.
Gedacht ebenso für den Familienvater, der seinen Kindern einen Spiel- und Lern-Eee bereit stellen möchte, wie für den Geschäftsreisenden, der unterwegs seine Daten speichern, verarbeiten oder abgleichen will, führt das Buch den Benutzer bis zu dem Punkt, an dem die große Mehrheit aller PC-User mit Windows steht: Programme installieren und benutzen, Dateien verwalten, erstellen und speichern, sich im Internet zurecht finden usw.
Im Zusammenspiel mit dem ein oder anderen Internetblog und Forum wird Jeder mit ein wenig Willen und Geduld zu einem „Geek Light“, der sich spielend mit dem Eee PC zurecht findet.

Formell kann man nur ein großes Lob aussprechen: Jeder Schritt ist treffend erklärt und bebildert, bei „weiterführenden“ Aktionen (etwa der Eingabe von Code in die Konsole oder der Bearbeitung von Systemdateien) wird leicht und verständlich jede eingegebene Zeile erklärt. Auch wird immer wieder auf externe Seiten verwiesen, die ebenfalls nur zu empfehlen sind.

Alles in Allem ist der größte Kritikpunkt an diesem Buch, dass es noch nicht erhältlich ist. Es hat durchaus das Potenzial, das Asus-Benutzerhandbuch als Standardwerk zum Eee PC abzulösen – angesichts des Schnäppchenpreises von EUR 19,95 für über 450 Seiten gar nicht einmal unwahrscheinlich.

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Ein Artikel von Pierre Dedy für Einfach Eee

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16 Kommentare

 
  1. sehbaer2
    2008-02-28
    20:10:38

    Wenn im Fazit erwähnt wird, dass das Buch bislang nicht erhältlich ist, so passt das ja gut zum eee, da dieser ja bislang auch nur sehr eingeschränkt erhältlich ist...

     
  2. knut
    2008-02-29
    01:10:05

    Ich werde das Buch kaufen. Punkt! Und 3e gab es letrzte Woche om M. Markt in Hamburg Harburg einfach so zu kaufen. Die lagen da rum, allerdings versteckt zwischen den MACs, daeum hat wohl keiner danach gesucht.

     
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  16. Hubi
    2009-04-28
    12:34:14

    Das Importieren von CSV Dateien in den PIM wird leider nur mangelhaft beschrieben. So einfach wie der Autor es sich hier mach geht's nicht. Auch sonnst machmal sehr ungenau und ohne wirkliche Anwendungshilfe.

     
 
 

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